Scharfes Essen erzeugt Schmerz

Scharfes Essen ist keine Frage des Geschmacks, sondern des Schmerzes. Das für die Schärfe verantwortliche Capsaicin dockt an Rezeptoren des Körpers an, die ansonsten für das Hitze- und Schmerzempfinden verantwortlich sind. Das Resultat ist jedem eingefleischtem Thailandbesucher bestens in Erinnerung: Tränen, brennendes Gefühl und starke Hitzewallungen.

Auch wenn es auf den ersten Blick unangenehm erscheint, so sind diese Symptome dem Esser eher förderlich als abträglich. Die Hitze forciert die Durchblutung, zugleich werden eine Vielzahl von Bakterien abgetötet, bis hin zum lästigen Helicobacter pylori, der Hauptverursacher für Magengeschwüre.

Neuere Untersuchungen aus China sagen dem Capsaicin selbst blutdrucksenkende Wirkungen nach, was allerdings erst in Tierversuchen bewiesen werden konnte. Als weniger erfreulich, und möglicherweise gesundheitsschädlich, gestaltet sich der Einsatz von Capsaicin im Pfefferspray, das die Polizei gerne bei Demonstranten einsetzt. Hier werden Dosen eingesetzt, die dem millionenfachen Schärfegrad eines herkömmlichen scharfen Essens entsprechen. Da hilft auch kein Singha-Bier mehr, um diesen Brand zu löschen.

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